Erste Pandemie, die durch Impfstoffe beendet wird

zumindestens in den Ländern die davon genügend haben … (hier zum Artikel)

Prof. Dr. Klaus Stöhr spricht über die immernoch bestehenden Illusionen über das Ende der Pandemie und die Impfungen für Kinder und das Erstaunen, wie wenig man aus den vergangenen Pandemien gelernt hat.

„Jeder der sich ein bisschen mit Atemwegserkrankungen beschäftigt oder noch an sein Medizinstudium erinnert, weiß doch, dass das Ende der Pandemie am Anfang bereits feststeht: die dauerhafte Zirkulation des Erregers. Wie gut ist die Krisenkommunikation in den letzten 18 Monaten gewesen, dass das noch immer nicht allen Menschen klar ist, was am ersten Tag der Pandemie feststand? Das Virus wird bleiben, es wird endemisch, es wird zirkulieren, im Winter stärker, im Sommer auf der nördlichen Hemisphäre kaum nachweisbar. Und jeder wird sich nachfolgend infizieren, sogar mehrfach. Die Erstinfektion verläuft schwerer, besonders in den höheren Altersgruppen; die Reinfektionen in den Folgejahren viel schwächer, jedoch sind Personen mit Vorerkrankungen und Ältere stärker gefährdet. Die Kinder infizieren sich alle bis ungefähr zum 12 bis 14 Lebensjahr natürlich, meistens sehr mild. So läuft das bei der Influenza, Metapneumoviren, Reoviren, Rhinoviren, Parainfluenza oder RSV. Diese sogenannten endemischen Viren erzeugen eine unsterile Immunität. Die schützt zwar vor schweren Verläufen aber nicht vor Infektion und Ausscheidung. Impfstoffe gibt es für diese bisherigen Viren nicht; außer bei der Influenza für die Vulnerablen,  jedoch hoffentlich bald für RSV bei Kindern.“

Download