Die Datenerhebungskatastrophe

“Das Pandemiemanagement der Bundesrepublik baut auf einem Corona-Monitoring auf, das diese Bezeichnung nicht verdient. Die Politik weiß bis heute kaum, was genau sie mit ihren Lockdown-Maßnahmen bewirkt und wer sich warum infiziert.Wie konnte das passieren? Eine Spurensuche.”

Der Blog-Beitrag des Journalisten und Autors J.M. Wiarda beginnt zurückhaltend: “Im Nachhinein ist es leicht, Prognosen zu kritisieren. Zum Beispiel die des Robert-Koch-Instituts (RKI), derzufolge die bundesweite 7-Tages-Inzidenz schon Mitte April die 350 überschritten haben…”

Um dann aber auf den Punkt zu kommen: “… weil die Bundesrepublik auch ein gutes Jahr nach Beginn der Pandemie kein Corona-Panel organisiert habe, keine regelmäßig wiederholten Massentests derselben repräsentativ ausgewählten Bevölkerungsstichprobe.”

Ja, Kohortenstudien (Panels, Nationale Kohorten) fehlen, und damit sind keine Seroprävalenzstudien gemeint (nicht mal die laufen!), sondern regelmäßige longitudinal organisierte Tests an einer (oder mehreren) repräsentativ ausgewählten Bevölkerungsstichprobe(n). Die Autorengruppe Thesenpapiere hat solche bereits am 5. April 2020 in ihrem ersten Papier gefordert – und seitdem immer wieder. Die Frage muss eigentlich lauten: WARUM, warum ist bislang nichts unternommen worden? Warum?

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https://www.jmwiarda.de/2021/04/28/die-datenerhebungskatastrophe/