Interview mit Annika Hoyer/Ralph Brinks (LMU München/Universität Witten-Herdecke)
Die letzten 16 Monate waren geprägt von einem alle Bereiche betreffenden und erschütternden Durcheinander aus Zahlen, Erklärungen, Interpretationen, Meinungen. Selbst diejenigen, die mit der Pandemie-Thematik enger befasst und mit der Problematik vertraut waren, hatten Schwierigkeiten, die Orientierung zu behalten. Für den Bürger war und ist es fast unmöglich, einen eigenen, reflektierten Standpunkt zu finden und vor allem für sich festzustellen, wo die Haltegriffe sind, denen man trauen kann. Gerade die sich diametral widersprechenden Interpretationen scheinbar gleicher Zahlen haben eher Vertrauen zerstört als geschaffen – letzteres sollte man ja von Zahlen eigentlich erwarten.
Umso wichtiger, hier unaufgeregt zurückzukehren zu den quantitativen Grundlagen und der Methodik, von Zahlen zu belastbarer Information zu gelangen. Das Interview mit Annika Hoyer und Ralph Brinks ist ein relevanter Beitrag zu diesem Ziel.